Luftgekühlte Anlagen

Luftgekühlte Anlagen – oftmals auch als Luftkühler bezeichnet – werden in vielen Industriezweigen, insbesondere der Chemie und Petrochemie, verwendet. Sie dienen dazu, um anfallende Wärme z.B. von Brüden- und Dampfkondensationen sowie Flüssigkeitskühlungen, schnell und kostengünstig abzuführen. Rückkühlanlagen sind ebenfalls luftgekühlte Anlagen (oder Luftkühler), die dazu dienen, Flüssigkeiten innerhalb eines Prozesses zurück zu kühlen. Alle diese luftgekühlten Anlagen und Rückkühlanlagen unterliegen der PED 97/23/EG.

 

Im Gegensatz zu Rohrbündelsystemen, die eine aufwendige kühlwasserseitige Verrohrung, Regelung und Wartung nach sich ziehen, lassen sich luftgekühlte Anlagen problemlos und lokal unabhängig aufbauen, betreiben und regeln. Neben der eigentlichen produktseitigen Verrohrung ist für luftgekühlte Anlagen nur eine Stromversorgung für die Ventilatoren notwendig.

 

Die Verwendung von frequenzgeregelten Axialventilatoren erlaubt einen großen Regelbereich für die Kühlung. Als Einfrierschutz oder zur luftseitigen Regelung können zusätzlich Jalousieklappen vorgesehen werden.

 

Bei der Kühlung von hochviskosen Medien werden oft rohrseitige Turbulatoren eingesetzt.

 

Meistens werden für luftgekühlte Anlagen Rippenrohre als Übertragungsfläche verwendet. Während die eigentlichen Wärmeaustauscher untereinander ähnlich sind, gibt es von der Bauweise her massive Unterschiede:

 

 

 

 

 

 

Horizontalanlagen mit vertikalem Luftstrom sind die häufigsten 

Systeme, die eingesetzt werden. Hier können sowohl Flüssigkeiten

gekühlt werden (Rückkühlanlage) oder Dämpfe kondensiert werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dachbauanlagen werden ausschließlich zur Kondensation

von Dämpfen verwendet.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

V-Anlagen sind umgedrehte Dachbauanlagen mit saugenden Ventilatoren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Vertikalanlagen werden ebenfalls häufig für Kondensation

von Dämpfen eingesetzt, in einigen speziellen Anwendungen

allerdings auch als Rückkühlanlage für flüssige Medien.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Notkühler für flüssige Medien sind spezielle Horizontalanlagen, die ähnlich einem Kondensator gebaut sind. Das zu kühlende Medium wird in einem Durchgang ohne interne Umlenkung abgekühlt.

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